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| Radsatzanordnung: |
Bo'Bo' |
| Treibraddurchmesser: |
1250
mm |
| Drehgestellradsatzabstand: |
3400
mm |
| gesamter
Radsatzstand |
11300
mm |
| Länge
über Puffer: |
16640
mm |
| Stundenleistung: |
3720
kW bei 102 km/h |
| Anfahrzugkraft: |
240
kN |
| Max
zul. Geschw.: |
120
km/h |
| Masse: |
82,5
t |
| Baujahre: |
1984
- 1990 |
| Hersteller: |
LEW |
| Betriebsnummern: |
143
002 - 370, 143 551 - 662, 143 801 - 973 |
| Eigentümer: |
DB
Regio, DB Cargo |
| Bemerkung: |
Wendezugfähig; ZWS/ZDS, KWS, DR-Wdz |
Die 120 km/h schnellen Triebfahrzeuge der Baureihe 143 wurden
für die Beförderung von Reise- sowie mittelschwerer
Güterzuge entwickelt. Es handelt sich hierbei um 4-achsige
Loks
mittlerer Leistungsklasse (3720 kW) mit der Achsfolge Bo'Bo'.
Aufgrund der Dienstmasse von
82,8 t ist die Lok auf den meisten Strecken einsetzbar.
Erstmals wurden Lokomotiven mit einer Geschwindigkeitsregelung
mit unterlagerter
Zugkraftregelung ausgestattet, mit der bereits vorübergehend
zu Testzwecken die 250 096
ausgerüstet war. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen
des Triebfahrzeugpersonals
wurde auf eine ergonomische Anordnung der Bedienelemente und der
Führerstandsausrüstung
erheblicher Wert gelegt. In der Serienlieferung der Baureihe 243
unterschied sich auch die
Anordnung der Bedienelemente im Führerstand von der "Weißen
Lady", welche für diese
Optimierungsfahrten herhalten musste. Die Ausstattung mit einer
Klimaanlage machte die
Maschinen sehr schnell beim Lokpersonal beliebt.
Der Einbau einer Zugbeeinflussungseinrichtung (PZ80) wurde vorgesehen
und während der Serienlieferung ab der 143 077 auch eingebaut.
Alle vorher gebauten Maschinen wurden innerhalb kurzer Zeit nachgerüstet.
Eine Sicherheitsfahrschaltung (Sifa) und Zugfunk MESA
2000 besaßen alle Maschinen der Serie. Der Einbau von Bordrechnern
zum Erreichen einer
energiesparenden Fahrweise wurde vorgesehen, kam aber nie zur
Ausführung. Erstmals wurden bei der DR serienmäßig
Einholmstromabnehmer eingesetzt.
Durch das Hochspannungsstufenschaltwerk mit nachgeschalteten Thyristorsteller
ist praktisch
ein stufenloses Verstellen der Fahrmotorspannung und dadurch ein
sehr komfortables Beschleunigen ohne Schaltrucke möglich.
Die Serienlieferung durch LEW Hennigsdorf begann 1984 mit der
143 002 und endete 1990 nach 646 gebauten Maschinen mit der 143
659. Ab der 143 299 wurde die Stirnfront leicht abgewandelt: zur
Verringerung des Luftwiderstandes wurde die Schräge über
den Stirnscheiben durch eine strömungsgünstigere Rundung
ersetzt. Die Punktförmige Zugbeeinflussungsanlage der Bauform
Pz 80 wurde ab der zweiten Bauserie, also ab 143 077 serienmäßig
eingebaut. Statt der im Nummernschema zu vergebenden 143 371 bis
550 wurden die doppeltraktionsfähigen 143 801 bis 968 geliefert.
Die Fahrzeuge bis einschließlich 143 968 wurden mit einer
Drehgestellquerkupplung ausgeliefert, die das Kurvenfahrverhalten
durch die Anlenkung des zweiten Drehgestells verbessern sollte.
Der Dako-Gleitschutz bereitete bei den damit ausgelieferten Loks
einige Probleme aufgrund von Fehlmeldungen "Gleiten",
woraufhin dieser wieder bei allen Lokomotiven stillgelegt wurde.
Als 1990 kurzfristig ein Bedarf an schnelleren Elloks bestand,
war LEW/AEG kurzfristig in der Lage, im Jahre 1990 die 212 002
bis 005 als nochmalige Vorserie und anschließend 35 Loks
der BR 112.0 zu liefern. Diese heutige Baureihe 114 ist bis auf
die Getriebeübersetzung identisch mit der BR 143. Die Zusammenführung
der beiden deutschen Bahnen führte zur nun folgenden BR 112.1
(Lieferung 1992 bis 1994), die mit MFA, Halogenstirnlampen, veränderten
Lüftergittern und MESA 2002 ausgerüstet wurden. Des
weiteren sind alle 112.1er mit LZB ( I 80), ep-Bremse,HDP-Führerbremsventilanlage
und selektivem Schleuderschutz ausgestattet. Die Höchstgeschwindigkeit
beider Baureihen beträgt 160 km/h.
Als letztes Familienmitglied wurden die Fahrzeuge der modifizierten
Baureihe 112.1 geliefert, die sich hauptsächlich durch Einbau
eines Knorr-Gleitschutzes und serienmäßige ZDS von
den
"Nullern" unterscheiden. Bis auf leichte Veränderungen
und die fast komplette Umlackierung
im Zuge der Hauptuntersuchungen auf verkehrsrot ist der Ursprungszustand
hier noch weitgehend erhalten.
Ein großer Dank geht hiermit an Gerhardt Göbel, der
uns diese Informationen zur Verfügung gestellt hat. Wenn
Ihr mehr Informationen zur BR 143 wollt, dann besucht doch einfach
seine Homepage
!
< Führerstand einer BR 143
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