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| Radsatzanordnung: |
Bo'Bo' |
| Treibraddurchmesser: |
1250
mm |
| Drehgestellradsatzabstand: |
3000
mm |
| Drehzapfenabstand: |
10950
mm |
| gesamter
Radsatzstand |
13600
mm |
| Länge
über Puffer: |
18950
mm |
| Dauerleistung: |
6400
kW |
| Anfahrzugkraft: |
300
kN |
| Masse: |
86
t |
| Baujahre: |
1996
- 1999 |
| Hersteller: |
ADtranz |
| Betriebsnummern: |
101
001 - 145 |
| Eigentümer: |
DB
Reise&Touristik |
| Bemerkung: |
Wendezugfähig; ZWS/ZDS |
Da die BR 103 langsam aber sicher abgelöst werden musste,
bestellte die DB bei der ABB eine weitere Schnellfahrlok. Diese
war dann letzt endlich die BR 101 die schon im Jahr 1997 nach
der Auslieferung ihre Ersten planmäßigen Züge
übernahm. Den Lokführer erwartet eine hoch entwickelte
E-Lok, die mit einem ausgeklügelten Boardcomputer und für
die Sicherheit sogar mit Scheibenbremsen ausgestattet wurde. Natürlich
darf im Cockpit auch keine Klimaanlage fehlen.
Heute trifft man die BR 101 sehr oft vor IC oder auch IR-Zügen
an und seit neustem werden auch die Metropolitan Züge von
einer BR 101 an Ihr Ziel gezogen.

Ende der 80ziger Jahre zeigte sich das die einstigen
Stars der Deutschen Bundesbahn, die Baureihe 103, bald ersetzt
werden müssen. Die Nutzungsdauer die für die 103 angegeben war,
25 Jahre bei Leichtbaulokomotiven, näherte sich den Loks. Aber
auch der äusserst intensive Einsatz vor schweren IC Zügen die
teilweise doppelt so schwer waren wie die eigentlichen geplanten
Züge für die 103 setzten den Loks stark zu.
Mitte
der 90ziger Jahre wurde der Schadbestand dieser Baureihe größer
,bedingt durch Unfallschäden. Es musste in absehbarer Zeit einen
Ersatz für diese Loks gefunden werden.
Anfangs plante man
die Baureihe 120 einfach weiter zu beschaffen jedoch nahm die
Bundesbahn Abstand von dieser Planung da die
120 starke Mängel im mechanischem Teil zeigte. Nach der Wiedervereinigung
wollte DB und DR eine gemeinsame Lok beschaffen mit dem Titel
Baureihe 121.Sie sollte wie die 120 als Universallok erscheinen
und das in etwa 500 Exemplaren.
Wegen der Aufspaltung in Geschäftsbereiche der DB wurde eine Universallok
überflüssig und die 121 existierte nur noch in der Schublade.
Inzwischen entwickelte Krauss Maffei die Br 127 äEurosprinter“
als Nachfolge für die 120. Diese Lok verfügte zum ersten Mal über
den modularen Aufbau sowie über GTO Thyristor Stromrichter
Die Lok wurde aus der für die spanische Staatsbahn gebaute S252
abgeleitet.
Zwei Jahre später, 1994, stellte AEG die 128 vor. Die 12X genannte
Lok verfügte über Wassergekühlte Stromrichter , über ein 32 Bit
Rechnersystem und über einen Hochleistungsantrieb GEALAIF. Heute
ist GELAIF auch unter dem Namen IGA (integrierte Gesamtantrieb
) bekannt. Fahrmotor und Getriebe werden hierbei zu einer kompakte
Einheit gebündelt. Beide Baureihen verfügten über 6400KW Dauerleistung
wobei die 128(12X) kurzzeitig 7200KW erzeugen konnte. Das beide
4 achsigen Loks über LZB, Wendezugsteuerung ,Vielfachsteuerung
und für den Einsatz auf Neubaustrecken ausgerüstet sind versteht
sich von selbst. Die Bahn hätte sogar fast die von der BLS bekannte
Baureihe RE465 beschafft die jedoch aus Kostengründen nicht mehr
zur Debatte stand.
Die DB entschied sich jedoch bei ADtranz eine Lok zu bestellen
mit einem Stückpreis von 5,6 Millionen die folgende Merkmale aufweisen
musste:
- 4 Achsen und ein Gewichtslimit
von 88 Tonnen
- GTO Technik
- Umweltbewusste
Kühlmittel wie zum Beispiel Wassergekühlte Stromrichter
- Drehstrom Asynchronfahrmotoren
- Möglichst geringe Kräfte
zwischen Fahrwerk und Gleis
- Modularer Aufbau
- Weiterbetrieb mit verringerter
Leistung
- Modernes Diagnosesystem
wie vom ICE gekannt
- Optimale Zugkraftübertragung
- E-Bremse
- Hohe Störungsfreiheit
- Niedriger Beschaffungspreis
- Höchstgeschwindigkeit
220km/h
- ECO 2000 Konzept
Das alle Loks mit den vom ICE genannten Sicherheitseinrichtungen
, Klimaanlage, Einheitsführertisch sowie Wendezugsteuerung ausgerüstet
sind brauch nicht erwähnt zu werden.

120-004 und 120-005 wurden zur 752-004 und 005 umgezeichnet
und umfangreich Umgebaut. Sehr viele Komponenten der 101 wurden
in den beiden Loks zur Serienreife gebracht. Die Veränderungen
an der 120-004 waren so enorm das man sie eigentlich als Prototyp
der 101 bezeichnen kann. Sie wurden mit den Drehgestellen der
101 ausgerüstet und verfügte wie die 120-005 nun über 6400KW
Dauerleistung. Auch die Zug und Druckstangen die als Kraftübertragung
in der 101 dienen wurden in ihr getestet. Ebenso wurde sie mit
dem Kühlmittel Esther ausgerüstet und verfügte über das ECO
2000 Konzept. Ihre Höchstgeschwindigkeit wurde auf 230km/h heraufgesetzt.
Ausserdem sollte in der 101 zur Enttäuschung nur ein 16 Bit
Rechner System welches unter dem Namen MICAS-S vom ICE her bekannt
ist verwendet werden.
Auch der Führerraum ist dem ICE 1 ähnlich und nach den gleichen
Prinzipien aufgebaut wie der der 120. Im Gegensatz zur 120 ist
der Führerstand jedoch in blauen Tönen gehalten worden. Die
86,9 Tonnen schwere Lok verfügt sogar über 6600 KW Kurzzeitleistung,
also 200 mehr als geplant. Die 101 markiert den Bereich wo man
sich fragen muss ob mehr Leistung nötig wären. Man hätte die
101 eventuell mit 7MW oder gar etwas mehr ausstatten können.
101-001 bis 101-003 wurden noch im Orientrot lackiert welches
durch das Verkehrsrot ersetzt wurde. Eine weite Unterschied
ist die Anordnung der Lüfter die bei den 142 Folgeloks nicht mehr nebeneinander
installiert worden. Bald darauf wurden alle 101er mit Cir Elke
ausgerüstet. Ein System welches der LZB ähnlich ist und es erlaubt
das mehrere Züge in einen Blockabschnitt einfahren können. Die
Technik findet zwischen Offenburg und Basel Verwendung. Mit
der 101 konnte auch der IC Wendezug und auch der IR Wendezug
massiv eingeführt werden. Als erste Linie wurde die IR Linie
Hamburg Konstanz auf Wendezug und 101 umgestellt werden. Die
IC Linie 1 Hamburg Köln Basel wurde ebenfalls komplett auf 101
umgestellt da sie die einzigste Fernverkehrslok war die mit
Cir Elke ausgerüstet war. Damit mehrere Züge in einen Blockabschnitt
müssen alle Triebfahrzeuge mit Cir Elke ausgerüstet sein. Die
Inbetriebnahme der Loks erfolgte im Werk Kassel und alle Loks
wurden über die Neubaustrecke Hannover Würzburg nach Hamburg
überführt. Dabei erreichte die Loks 220km/h. Der Planbetrieb
war Anfangs von großen Problemen geplagt wie bei fast jedem
neuen Loktyp. Häufig fielen Fahrmotoren aus und es gab vor allem
Probleme mit der Software der Lok. Vor allem bei schlechten
Witterungsverhältnisse schleuderte die Lok und entwickelte geringe
Zugkräfte. Auch der Loktrafo musste bereits getauscht werden.
Nach vielen Änderungen der Software und einigen kleinen Umbauten
der Loks neutralisierte sich der Einsatz der Loktype. Viele Lokführer belächelten die 101 mit
ihren 4 Achsen. Sie zeigt jedoch das eine 4 achsige Drehstromlok
einer 103 bei normalen Witterungsverhältnissen und oberen Geschwindigkeitsbereicht
klar überlegen ist. Im oberen Geschwindigkeitsbereich entwickelt
die 101 etwa 30% mehr Zugkraft wie die 103 welche sie vor allem
auf Neubaustrecken mit ihren 1,25% Steigung positiv bemerkbar
macht und der Zug nicht an Tempo verliert. Heute läuft die 101
sehr zuverlässig und sie konnte die 103 stark zurückdrängen
welche heute nur noch als Ersatz bereit steht. Beheimatet sind
alle Loks im ICE Werk Hamburg Eidelstedt. Da die ICE 1 Züge
nur mit 12 Mittelwagen geführt werden können gleichzeitig ein
ICE 1 und 2 Loks der Baureihe 101 gewartet werden. Kontinuierlich
konnte das Einsatzfeld ausgedehnt werden; So fahren die 101
nicht nur IC und IR Züge sondern auch Güterzüge. Zu erwähnen
ist die Leistung vor den 160km/h schnellen PIC Zügen. Nachts
stehen neben Güterzügen auch Auto und Nachtreisezüge auf dem
Programm.
Mittlerweile können alle 101 auch nach Österreich fahren; Die 101 erreicht
Grenzbahnhöfe in Holland, Schweiz , Österreich, Holland Dänemark
und bald kommt sie eventuell nach Italien zum italienischen
Grenzbahnhof Brenner. Sie soll einige IC Leistung von München
nach Brenner übernehmen. 101-001 war die erste Lok die selber
Geld verdient als Werbelok für den Starlight-Express. Ein Jahr
später wurde sie mit Werbung für den DFB versehen und auch fast
alle anderen Lok machen wie aus der Schweiz bekannt Werbung.
101-092 verunglückte mit einem Nachtreisezug nach Basel im Bahnhof
Brühl und wurde nicht wieder aufgearbeitet. Gerüchte besagen
das es eine neue 101 092 geben soll jedoch unter der Bezeichnung
101-146. Alle Loks der 101 erreichen Durchschnittlich 380.000
km pro Jahr.
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